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FeG Meinerzhagen - bis zur Gründung 1904

Peter Wilhelm Kaiser

Foto: www.olaf-boecker.de/puettbote

Die Wurzeln der Gemeinde reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals kam während seiner Militärzeit in Köln ein Mann namens Peter-Wilhelm Kaiser zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Kaiser stammte von einem Bauernhof in der Nähe der heutigen kleinen Ortschaft Werkshagen. Zurück in der Heimat begann er in seinem Elternhaus und anderswo in der Umgebung mit Stubenversammlungen (heute würde man es Hauskreise nennen), in denen über Gottes Wort intensiv nachgedacht und gesprochen wurde. Er suchte nach Gleichgesinnten und fand sie außer in seiner näheren Umgebung in Kierspe und Lüdenscheid. Man traf sich nun sonntags zur Bibelstunde. Ab 1862 wurde am ersten Sonntag im Monat das Abendmahl gefeiert – eine Gemeinde entstand, die heutige Freie evangelische Gemeinde (FeG) Meinerzhagen-Werkshagen. Bei der Gründung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (BFeG) im Jahre 1874 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern.
1867 begann Peter-Wilhelm Kaiser im Haus der Familie Schröder auf dem Heerhof nahe des Dorfes Meinerzhagen selbst eine Stubenversammlung. Für Jahrzehnte wurde nun hier am vierten Sonntag im Monat Bibelstunden gehalten. Meinerzhagen wurde zur Außenstelle der FeG Werkshagen. Die ersten Meinerzhagener schlossen sich der Gemeinde an, die meisten Gottesdienste fanden jedoch in Werkshagen statt. Es war immer eine große Wegstrecke, die man zurücklegen musste, um die Bibelstunde zu besuchen.
Im Jahr 1904 fallen dann zwei Dinge zusammen, die letztendlich dazu führen, dass auch in Meinerzhagen eine eigene Gemeinde entstand. Zum einen verkauften Schröders ihren Hof auf dem Heerhof, zum anderen begann man in Meinerzhagen mit einer Kindergottesdienstarbeit, zu der ca. 80 Kinder kamen. Eine sehr große Zahl, wenn man bedenkt, dass Meinerzhagen damals nur ca. 3.000 Einwohner hatte, von denen die meisten auf den verstreut liegenden Bauernhöfen lebten. Um den Kindern und natürlich auch sich selbst einen Ort für Zusammenkünfte zu geben, mietete man den Fabrikationsraum einer ehemaligen Messinggießerei. Nun fanden hier regelmäßig Woche für Woche Gottesdienste statt und so betrachten wir heute das Jahr 1904 als Geburtstunde der FeG Meinerzhagen.

FeG Meinerzhagen - das eigene Gemeindehaus

das Gemeindehaus 1953

Als erste Arbeitszweige neben der Sonntagsschularbeit entstanden 1906 ein Posaunenchor und ein Gemischter Chor, die beide heute noch existieren. Bereits 1907 wurde der gemietete Raum zu klein und man konnte das Dachgeschoss eines neuerbauten Geschäftshauses zum Gemeindesaal umbauen. Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde ca. 20 Mitglieder und die vorherrschende Form des Gottesdienstes war die Bibelstunde, in der man sich über die Bibel austauschte. In diese Zeit fallen auch die ersten Tauffeiern. Als Taufbecken diente oftmals eine einfache Badewanne.
In den 20er Jahren wurde mit einer Jugendstunde begonnen und 1930 trat man als eigenständige Gemeinde dem BFeG (Bund Freier evangelischer Gemeinden) bei.
Einen eigenen Pastor konnte sich die Gemeinde nicht leisten, doch wurde man über lange Jahre von sogenannten Gebietspastoren mitversorgt. Doch meistens gestalteten eigene Gemeindeglieder alle Wochenstunden.
1938 erhielt das Geschäftshaus mit dem Gemeindesaal einen neuen Besitzer und man stand ohne Raum da. Oftmals traf man sich in Privatwohnungen, doch für die Gottesdienste und größeren Versammlungen stellte die Evangelische Kirchengemeinde ihren Gemeindesaal zur Verfügung, in dem man sich bis 1951 versammelte.
Dies konnte jedoch kein Dauerzustand sein und so erwarb man, unterstützt durch viele Spenden aus den umliegenden Gemeinden, ein Grundstück am Mühlenberg. 1950/51 entstand hier das bis heute genutzte Gemeindehaus. Ostern 1951 konnte der erste Gottesdienst gefeiert werden.

FeG Meinerzhagen - eigene Pastoren

Mit dem Anwachsen der Gemeinde auf über 90 Mitglieder wurde in den 60er Jahren der Wunsch nach einem eigenen Pastor immer dringlicher. Und so berief man im Jahre 1964 nach einer Probezeit mit Hans-Dieter Becker den ersten vollzeitlichen Pastor. Nach dessen Weggang nach Berlin folgten ihm Rudolf Heßmann (1971 – 1984), Heinz Straßner (1984 – 1996), Harald Orth (1996 – 2001) und Detlef Kühne (seit 2001).

Unsere Pastoren seit 1964

Hans-Dieter Becker
1964-1971
Rudolf Heßmann
1971 – 1984
Heinz Straßner
1984 – 1996
Harald Orth
1996 – 2001
Detlef Kühne
seit 2001

FeG Meinerzhagen - das heutige Gemeindehaus

Als wieder einmal der Raum für die wachsende Gemeinde zu klein wurde, entstand durch An- und Umbau in den Jahren 1975/76 das Gemeindehaus in seiner heutigen Gestalt.
Inzwischen dürfen wir auf über 100 Jahre Gemeindegeschichte zurückblicken. Wir sind unserem Gott dankbar, dass er uns die zurückliegenden Jahre geschenkt hat und sind gespannt darauf, was er noch mit der Gemeinde vorhat. Wir wissen zwar nicht, wie es weitergehen wird, wir haben aber die Gewissheit, das Jesus Christus an unserer Seite ist.